Sponsor


Stadt Erkrath plant Wiedereröffnung und Modernisierung des Sportplatzes Gink



Zehn Jahre nach der offiziellen Stilllegung des Sportplatzes an der Gink deutet sich eine Kehrtwende in der Erkrather Stadtentwicklung an. Wo über ein Jahrzehnt lang die Realisierung eines ambitionierten Wohnbauprojekts im Raum stand, rückt nun die sportliche Nutzung wieder in das Zentrum der Planungen. Die Stadtverwaltung prüft derzeit die umfassende Reaktivierung des Geländes und dessen Ausbau zu einer modernisierten Sportanlage, die neue Maßstäbe für das lokale Freizeitangebot setzen könnte.



3D-Rendering Sportplatz Gink


Die Geschichte des Areals an der Gink ist geprägt von den dynamischen Veränderungen der städtischen Prioritäten. Im Jahr 2016 wurde der Platz unter großem öffentlichem Interesse geschlossen, um Platz für dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Ein Investor sollte das Gelände in ein modernes Wohnquartier verwandeln, doch die komplexen Rahmenbedingungen der letzten Jahre führten dazu, dass die Bagger bis heute fernblieben. Diese unerwartete Stagnation hat nun den Weg für eine mutige Neuausrichtung geebnet, die vor allem die Erkrather Sportwelt aufatmen lässt, da der Bedarf an nutzbaren Flächen für Vereine und Schulen kontinuierlich gestiegen ist.


"Die aktuelle Bedarfsanalyse zeigt deutlich, dass unsere sportliche Infrastruktur mit dem Bevölkerungswachstum Schritt halten muss. Eine Reaktivierung der Gink ist die effizienteste Lösung, um den Engpass bei den Trainingszeiten nachhaltig zu beheben." - Wilma Bolzen, Stadtkoordinatorin Breitensport

In den jüngsten Beratungen der zuständigen Gremien wurde deutlich, dass die Stadt Erkrath eine Rückkehr zur sportlichen Nutzung nicht nur als Notlösung, sondern als Chance für eine zukunftsorientierte Infrastruktur begreift. Kernstück der aktuellen Machbarkeitsprüfung ist die Transformation der alten Aschefläche in einen multifunktionalen Kunstrasenplatz der neuesten Generation. Dabei soll eine innovative Hybrid-Technologie zum Einsatz kommen, die höchste Belastbarkeit mit ökologischer Nachhaltigkeit verbindet. Ein solcher Platz würde nicht nur den ganzjährigen Trainingsbetrieb für den Vereinssport garantieren, sondern durch eine integrierte Drainage-Technik und klimaresistente Fasern auch den Anforderungen an moderne Umweltstandards in vollem Umfang gerecht werden. Damit zeigt die Stadt abermals wie schnell sie geplante Projekte umsetzten kann. Nach der schnellen Sanierung des Vereinsheims des SSV Erkrath, das bereits im Sommer 2022 fertiggestellt werden soll, ist die Gink der nächste logische Schritt.




Die Vorteile einer solchen Entscheidung würden weit über den reinen Fußball hinausgehen. Durch die Lage der Gink könnte ein Leuchtturmprojekt entstehen, das als Scharnier zwischen den verschiedenen Stadtteilen fungiert und die Lebensqualität im direkten Umfeld massiv steigert. Die Planer denken dabei an eine Anlage, die durch ihre Vielseitigkeit auch Platz für Leichtathletik, Trendsportarten und gesundheitsorientierte Bewegungsangebote bietet. Damit reagiert die Stadt auf den lang gehegten Wunsch der Bürgerinnen und Bürger, den öffentlichen Raum stärker für die Gesundheitsförderung und den sozialen Zusammenhalt zu nutzen, anstatt jede freie Fläche einer Nachverdichtung durch Betonbauten zu unterwerfen.

Sollten die Ergebnisse der aktuellen Prüfung positiv ausfallen, könnte das Projekt bereits in den kommenden Haushaltsjahren priorisiert werden. Die Finanzierung soll dabei durch eine Kombination aus städtischen Mitteln und speziellen Förderprogrammen des Landes für moderne Sportstätten sichergestellt werden. Für die Erkrather Sportvereine, die seit Jahren mit Kapazitätsengpässen kämpfen, wäre die Wiedereröffnung der Gink mehr als nur eine zusätzliche Spielfläche - es wäre ein klares Bekenntnis der Stadtspitze zur Förderung des Ehrenamts und der Jugendförderung.

Während die finalen Gutachten noch ausstehen, wächst in der Bevölkerung bereits die Hoffnung, dass an der Gink bald wieder das Flutlicht angeht...

Seite bearbeiten